Innenhälterung die Idee Teil1
Mit diesem Blog startet eine kleine Serie, die sich mit dem Thema Innenhälterung beschäftigt. Was gibt es zu beachten? Wie geht man von der Idee bis zur Umsetzung vor? Wenn du planst, eine eigene Innenhälterung zu bauen oder einfach nur Lust hast, mich auf diesem Weg zu begleiten, dann bist du hier genau richtig!
Viel Spaß beim Lesen.
Wofür braucht man eine Innenhälterung?
Ob und wofür man eine Innenhälterung benötigt, variiert von Fall zu Fall. Dennoch bietet die Anschaffung zahlreiche Vorteile. Wenn du darüber nachdenkst, Goldfische zu züchten oder empfindliche Varietäten zu halten, wirst du die Vorteile einer eigenen Innenhälterung schnell zu schätzen wissen. Im Folgenden präsentieren wir dir fünf Fälle, in denen sich die Anschaffung besonders lohnt.
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Quarantäne
Eine Quarantäne benötigst du, wenn du neue Fische gekauft hast und sie vorab für mehrere Wochen isoliert halten möchtest. Dadurch kannst du vermeiden, dass Krankheitserreger in deinen Bestand gelangen. Außerdem kannst du dort auch geschwächte oder kranke Goldfische aus deinem eigenen Bestand isolieren und behandeln.
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Überwinterung
Sollte dein Teich nicht tief genug sein und die Gefahr bestehen, dass er im Winter vollständig zufriert, solltest du deine Goldfische im Herbst in eine Innenhälterung bringen. Auch für empfindliche Goldfischvarietäten, die nicht im Freien überwintern können, bietet sich eine Innenhälterung hervorragend an.
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Beobachtung und Pflege
Innenhälterungen ermöglichen es dir, deine Goldfische besser zu beobachten und zu kontrollieren. Bei einem sehr großen Teich ist es oft schwierig, an die Fische heranzukommen und festzustellen, ob alles in Ordnung ist.
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Zucht
Eine Innenhälterung eignet sich hervorragend für die Zucht. Hier kann man die Temperatur präzise einstellen und das Ablaichen gezielt fördern. Auch die Fischbrut oder junge Goldfische können hier sicher aufgezogen werden, ohne den Räubern im Freien ausgesetzt zu sein.
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Großziehen
Deine Goldfische wachsen nur, wenn die Temperaturen hoch genug sind. Fallen die Temperaturen unter 18 °C, wird der Stoffwechsel langsamer, und die Saison endet allmählich. Mit einer Innenhälterung kannst du die Saison verlängern oder sogar verhindern, dass sie überhaupt endet.
Welche Becken eignen sich für eine Innenhälterung?
Es gibt eine Vielzahl von Becken, die sich für eine Innenhälterung anbieten. Im Gegensatz zu den Koihaltern haben wir nicht das Problem, dass unsere Goldfische zu groß werden. Da die Goldfische nicht dauerhaft darin gehalten werden sollen, können wir auch bei der Größe Abstriche machen. Ich empfehle eine Größe von etwa 500 Litern. Dort kannst du dann kurzfristig bis zu 10 erwachsene Goldfische halten. > Hier findest du eine Übersicht, welche Becken sich dafür eignen:
- Aquarien
- GFK-Becken
- PE-Becken
- Palettenboxen
- Edelstahlbecken
- Betonbecken
Wo sollte die Innenhälterung stehen?
Eigentlich gibt es nur ein ausschlaggebendes Kriterium – die Temperatur. Natürlich kannst du dein Becken dämmen und heizen, sodass es prinzipiell egal wäre, wo es steht – es könnte sogar draußen stehen. In den meisten Fällen möchten wir uns jedoch von der Kälte fernhalten, insbesondere wenn die Innenhälterung auch zur Überwinterung genutzt werden soll. Es empfiehlt sich daher, die Innenhälterung in einem geschlossenen Raum aufzustellen. Das hat zudem den Vorteil, dass man die Goldfische bei trockenem Wetter problemlos erreichen kann. Selbst wenn das Becken gut temperiert ist und es den Goldfischen gut geht, möchte man nicht bei Regen oder bei einem Schneesturm hinausgehen müssen, nur um sie zu beobachten. Hier sind einige Beispiele, die sich gut als Innenhälterung eignen.
- Keller
- Garage
- Alte Anbauten wie Ställe
- Gartenhaus
Und was mache ich jetzt und warum?
Ich brauche eine Innenhälterung, da ich Goldfische züchten möchte. Ich werde sie so auslegen, dass ich sowohl die Goldfische darin ablaichen lassen als auch die Fischbrut großziehen kann. Zudem soll es möglich sein, die Goldfische in der Innenhälterung überwintern zu lassen und – falls erforderlich – auch zu behandeln oder zu isolieren. Kurz gesagt: Ich möchte alle Vorteile nutzen, die mir eine Innenhälterung bietet. Ich habe mich daher entschieden, die Innenhälterung im Gartenhaus aufzubauen. Aktuell ist das Gartenhaus weder gedämmt noch frostfrei im Winter – das möchte ich ändern. Im Folgenden zeige ich alle Schritte, die ich dafür unternehmen musste. > > Hier eine Skizze, wie ich es mir vorstelle.
Ich habe lange überlegt, welche Becken für mich infrage kommen. Einerseits möchte ich natürlich möglichst viel Platz für die Goldfische haben, andererseits benötige ich auch eine gewisse Anzahl an Becken. Da die Innenmaße 243 cm x 243 cm betragen, diktiert die Raumfläche die Lösung ein bisschen vor. > > Um den Raum bestmöglich zu nutzen, kommen entweder GFK-Becken oder Palettenboxen in Frage – ich habe mich für letztere entschieden. Ich hatte die Wahl zwischen zwei Boxen (á 1,2 m x 1 m, quer gestellt) oder drei Boxen (á 1,2 m x 0,8 m, längs gestellt). Wie bereits erwähnt, benötige ich eine gewisse Anzahl an Becken, weshalb ich mich für die Variante mit drei Boxen entschieden habe.
Fazit
Eine gut geplante Innenhälterung ist mehr als ein Ausweichbecken: Sie ist ein Werkzeug, das dir Kontrolle, Sicherheit und bessere Zuchtergebnisse ermöglicht. Ob du neu einsteigst oder bereits Erfahrung hast, lohnt sich die Investition dann, wenn du Quarantäne, Überwinterung, gezielte Zucht oder das sichere Aufziehen von Jungfischen ernst nimmst. Praktisch heißt das: wähle ein passendes Beckenvolumen, achte auf Temperaturstabilität und plane Platz für Technik und einfache Zugänglichkeit. Mit der richtigen Vorbereitung verwandelt sich ein Gartenhaus, Keller oder eine Palettenbox schnell in eine flexible, zuverlässige Innenhälterung, die dir Saisonverlängerung und weniger Stress für die Fische bringt. > > Genug geschrieben – nun schreiten wir zur Tat. Sobald der nächste Teil verfügbar ist, werde ich ihn hier verlinken.
Bis zum nächsten Mal.
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