Innenhälterung Dämmen und Verkleiden Teil2

Heute starte ich mit Teil 2 der Innenhälterungs-Serie: Dämmen und Verkleiden im Gartenhaus. In diesem Beitrag zeige ich dir praxisnah, wie du ein schlichtes Holz-Gartenhaus in einen temperierbaren, energieeffizienten Innenhälterraum verwandelst. Du erfährst, welche Materialien sich bewährt haben, wie ich die Wände und Decke fachgerecht beplanke und abdichte, wie die Abluft realisiert wird und welche Details bei Dämmung und Dampfbremse besonders wichtig sind.

Viel Spaß beim Lesen.

Warum dämme ich das Gartenhaus?

Wer heizen will, muss dämmen. Ohne Dämmung verbrauchst du unnötige Energie, und im schlimmsten Fall reicht die Heizleistung nicht aus, um die Wunschtemperatur zu halten. Es gibt zwei Möglichkeiten: Erstens dämmst du die Innenhälterung selbst; zweitens sorgst du dafür, dass die Umgebungstemperatur der Wassertemperatur entspricht. Dafür musst du die Wände, Decken und auch den Boden dämmen, damit die Umgebungstemperatur nicht absinkt, wenn es draußen eisig kalt ist.

Der Standort für die Innenhälterung ist ein neu errichtetes Gartenhaus. Ich habe es aus Holzständern errichtet, von außen mit einer Fassadenbahn abgedichtet und mit Profilholz verkleidet. Den Boden habe ich nicht gedämmt, sondern lediglich mit Betonsteinen gepflastert, da der Gedanke an eine Innenhälterung erst später kam. Von innen sind noch die nackten Holzständer zu sehen, sodass hier noch einiges zu tun ist. Zuerst werde ich dafür sorgen, dass das Gartenhaus richtig gedämmt und abgedichtet wird; im Anschluss werden die Innenseiten verkleidet. Dafür benötige ich einige Materialien, bevor ich loslegen kann. (Noch ein bisschen unordendlich, aber das wird schon noch :-))

Einkaufszettel

Anzahl Produkt Abmessung
5
ISOVER Klemmfiltz Integra 1-035
4800mm x 1200mm x 12mm
1
Rotheigner Rundrohr NW100mm
500mm
1
Rotheigner Schachteinbauventilator
NW 100mm
1
Rotheigner Design Ablufthaube mit Fliegennetz Edelstahl
NW 100mm
1
ISOVER Klimamembran Vario® KM Dublex
1,5m x 20m
2
ISOVER Klebeband Vario® MultiTape
25m x 60mm
21
OSB-Platten 12mm
2050mm x 625mm x 12mm
3
Acryl Dichtstoff weiß
300ml
10
Latten
24mm x 48mm x 2000mm
1
Zubehör (Schrauben, Tackernadeln, etc.)
Pauschal

Dämmen

Zuerst dämme ich alle Wände, und im Anschluss dämme ich auch die Decke. Wie hier zu sehen, versuche ich, keine Lücken zu lassen, in denen später Wärmebrücken entstehen könnten. Im schwarzen Feld ist noch die Rückseite der Fassadenbahn sichtbar. Ich dämme hier bündig, d.h. die Holzständer haben eine Dicke von 12 cm, ebenso die Mineralwolle. Dies gilt auch für die Deckenbalken.

Besonders einfach gelingt der Zuschnitt der Mineralwolle mit einem Dämmmesser. Ich messe zunächst den Abstand zwischen zwei Holzständern und addiere etwa 2 cm. Anschließend nehme ich eine Latte und richte sie auf der Mineralwolle nach dem benötigten Maß aus. Nun kann ich die Latte als Führung für das Messer verwenden und erhalte dadurch einen sauberen Schnitt.

Entlüftung des Gartenhauses

Bevor ich mit der Abdichtung der Innenseite beginne, installiere ich noch das Abluftrohr in der Wand. Dazu säge ich ein entsprechendes Loch in die Außenwand, schiebe das Rohr hindurch und befestige außen die Ablufthaube, damit weder Regen noch Insekten später in das Gartenhaus eindringen. Auch hier achte ich darauf, dass das Rohr vollständig mit Dämmwolle umgeben ist. Die Kopfstreben sind nur 6 cm dick, wodurch sich eine Dämmung mit 12 cm Mineralwolle nicht optimal realisieren lässt. Aus diesem Grund – und da ich das Material noch vorrätig hatte – habe ich den Bereich in zwei Schichten à 6 cm gedämmt. Auf dem Bild ist bereits die erste Schicht zu sehen; die zweite fehlt noch.

Dampfbremse

Wenn alle Wände und die Decke gedämmt sind, geht es darum, diese abzudichten. Ich verwende hierfür nicht eine dichte Plastikfolie, sondern eine Klimamembran, die auch wieder Feuchtigkeit entweichen lässt, sollte einmal welche in die Konstruktion gelangen. Wie gut das funktioniert, wenn alles komplett mit OSB-Platten verkleidet ist, sei dahingestellt. Im ersten Schritt tackere ich die Bahnen an die Wände und an die Decke und achte darauf, dass sie immer etwa 10 cm überlappen. Sobald alle Wände und die Decke „eingepackt“ sind, verklebe ich die Bahnen mit einem speziellen Klebeband für die Abdichtung, da nur so dauerhaft Dichtheit gewährleistet werden kann. Anschließend schraube ich Dachlatten quer zu den Deckenbalken, damit einerseits die Mineralwolle nicht zu stark auf die Dampfbremse drückt und andererseits die OSB-Platten später an der Decke befestigt werden können.

Verkleiden mit OSB Platten

Nachdem die Dampfbremse akribisch abgeklebt wurde, sodass kein Loch mehr vorhanden war, ging es darum, die Wände und die Decke zu verkleiden. Ich habe mich dazu entschieden, alles mit OSB-Platten zu verkleiden, da diese preiswert und robust sind – und man später überall etwas mit Schrauben befestigen kann. Ich habe mit der Decke begonnen und anschließend die Wände verkleidet. Nachdem alles verkleidet war, habe ich die Fugen mit Acryl abgedichtet und auch die Schraubenlöcher mit Acryl aufgefüllt, um eine glatte Fläche zu erhalten, auf der später alles gestrichen werden kann.

Innenhälterung: Wände mit OSB-Platten verkleiden

Et voilà – die Wände und die Decke sind verkleidet. Das ist eine gute Basis, um weiterzuarbeiten.

Fazit

Eine sorgfältige Dämm- und Verkleidungsphase ist die Basis für eine zuverlässige Innenhälterung: sie reduziert Heizkosten, verhindert Wärmebrücken und schafft eine wartungsfreundliche Oberfläche für Technik und Einrichtung. Entscheidend sind durchgängige Dämmstärken, eine diffusionsgerechte Dampfbremse mit sorgfältig geklebten Stößen sowie eine fachgerecht eingebaute Entlüftung. OSB-Platten bieten eine robuste und flexible Innenfläche, die sich später leicht anpassen lässt. Wer diese Schritte gewissenhaft ausführt, gewinnt ein stabiles Klima im Innenhälterraum und minimiert späteren Aufwand beim Heizen, Pflegen und Überwintern seiner Goldfische.

Im nächsten Teil geht es ums Streichen, die Elektrik und das Ausstatten des Raumes. Sobald der Blog online ist, werde ich ihn hier verlinken.

Bis zum nächsten Mal.

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