Innenhälterung Teil5, die Technik

Wer gesunde und vitale Goldfische großziehen möchte, weiß: Es braucht mehr als nur Wasser und Futter. In Teil 5 meiner Blogreihe werfen wir einen genauen Blick auf die Technik hinter der Innenhälterung. Ob Pumpen, UVC-Lampen, Heizungen oder Filtersysteme – jedes Element spielt eine entscheidende Rolle für stabile Wasserwerte und das Wohlbefinden der Tiere. Ich zeige euch, welche Geräte ich einsetze, warum ich mich gerade für diese entschieden habe und wie sie in meinem Aufzuchtalltag funktionieren.

Viel Spaß beim Lesen.

Welche Technik habe ich verwendet?

Jedes meiner drei Becken ist mit einem eigenen Filterkreislauf ausgestattet – ganz bewusst getrennt, um maximale Kontrolle und Hygiene zu gewährleisten.

Die Ansaugung befindet sich jeweils an der Vorderseite und kombiniert Bodenabsaugung mit einem Oberflächen-Skimmer. Das Besondere: Die Bohrung fürs Ansaugrohr liegt mittig im Becken. Dieses Detail erfüllt eine wichtige Sicherheitsfunktion. Sollte eine Rohleitung einmal undicht werden, würde das Becken nie vollständig leerlaufen. Bei halbem Wasserstand wird Luft angesaugt – und die lebenswichtige Restmenge bleibt erhalten.

Die weitere Verrohrung ist funktional und wartungsfreundlich aufgebaut:

  • Direkt hinter der Ansaugung sitzt ein Kugelhahn. Mit ihm kann ich den Wasserkreislauf bei Wartungsarbeiten bequem absperren.

  • Die Pumpe arbeitet trockenaufgestellt – effizient und gut erreichbar.

  • Danach geht’s durch eine UVC-Lampe, die Keime reduziert und das Wasser klar hält.

  • Anschließend gelangt das Wasser in den Filter, wo es biologisch und mechanisch aufbereitet wird.

Heizung & Belüftung Zur Temperaturkontrolle verfügt jedes Becken über eine eigene Heizung. Eine Luftpumpe verteilt die Luft in alle drei Becken.

 

LED-Licht Zur Beleuchtung setzt jedes Becken auf eigene LED-Leuchten – energiesparend und individuell einstellbar.

 

Diese Konfiguration sorgt nicht nur für stabile Wasserwerte, sondern auch für sichere, gesunde Bedingungen in jedem einzelnen Becken

Einkaufszettel

Anzahl Produkt technische Daten Link
3
Durchlauffilter BioSmart 18000
für Teiche bis 4m³
3
UVC-Vorklärgerät
11 Watt
3
Teichpumpe
3.500 l/h
3
Aquarium Heizung
500 Watt
nicht mehr verfügbar
1
Luftpumpe
10 l/min bei 10 Watt
3
Skimmer
für DN40
3
Ansaugkorb
für DN50
3D-Druck

Links oben im Bild ist der zentrale Zugschieber für den Schmutzwasserablauf zu sehen.

Jeder Filter verfügt zudem am Boden über einen eigenen Zugschieber, mit dem nach der Reinigung gezielt Schmutzwasser abgelassen werden kann.

Praktisch und effizient: Mein Verteilerkreis für den Wasserwechsel

Damit ich beim Wasserwechsel nicht ständig den Schlauch ins Becken halten muss, habe ich mir eine clevere Lösung gebaut: Ein Verteilerkreis aus 20 mm PVC-U-Rohren, der den Nachfüllprozess deutlich komfortabler macht.

Die Konstruktion beginnt mit einem Anschluss für den Gartenschlauch. Direkt dahinter sitzt eine Wasseruhr, die genau misst, wie viel Frischwasser ins System gelangt – perfekt für eine kontrollierte Auffüllmenge.

Im nächsten Schritt folgt ein Kugelhahn. Der hat eine wichtige Funktion: Ist kein Schlauch angeschlossen, bleibt das System dicht – kein unkontrolliertes Auslaufen.

Vom Hauptrohr führen drei separate Leitungen zu den einzelnen Becken meiner Innenhälterung. An jedem dieser Ausläufe befindet sich ebenfalls ein Kugelhahn. So kann ich jedes Becken gezielt und unabhängig befüllen, ganz ohne Herumhantieren.

Alle Verbindungen sind sicher mit Schlauchschellen befestigt – stabil, dicht und langlebig.

Wasseruhr zweckentfremdet – cleverer Einsatz bei der Goldfisch-Innenhälterung

Für präzise Wasserwechsel in meiner Innenhälterung setze ich eine handelsübliche Wasseruhr aus dem Gartenbereich ein – eigentlich für den Gartenschlauch gedacht, leistet sie hier erstaunlich gute Dienste.

 

Die Uhr misst zuverlässig die Menge an Frischwasser, die ich nach einem Teilwasserwechsel wieder auffülle. Das bringt mehrere Vorteile:

 

Genaue Kontrolle Ich weiß genau, wie viel Liter ich dem System zuführe – keine Schätzungen, kein Überfüllen. Besonders bei kleineren Becken oder empfindlichem Nachwuchs ist das Gold wert.

 

Optimierte Wasserqualität Mit klaren Mengenangaben kann ich gezielt aufbereiten: die richtige Menge an Wasseraufbereitungsmittel, passende Temperaturangleichung und stabile Werte bei KH, GH und pH.

 

Dokumentation & Routine Durch die Messdaten dokumentiere ich die Wasserwechsel konsistent. Das hilft mir, Trends zu erkennen und Anpassungen vorzunehmen – alles nachvollziehbar und reproduzierbar.

 

Simple Technik, große Wirkung Die Wasseruhr ist leicht zu montieren, batteriebetrieben und zeigt die Wassermenge digital an. Kein High-End-Gerät, aber ein echter Gewinn für die Hälterungspraxis.

Hier findest du die Wasseruhr, die ich selbst verwende.

Fazit

Mit der durchdachten Technik aus separaten Filterkreisläufen, Sicherheitsbohrungen, präziser Wasseruhr und Verteilerkreis sowie UVC-Klärung, Heizung, zentraler Belüftung und individueller LED-Beleuchtung schaffe ich optimale, stabile Bedingungen für jeden einzelnen Goldfisch. Die modulare Bauweise ermöglicht einfache Wartung, exakte Kontrolle und maximalen Schutz vor Ausfällen. So bleibt die Wasserqualität konstant hoch und der Nachwuchs wächst gesund und vital heran.

Welche Technik hast du im Einsatz? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen – hinterlasse gern einen Kommentar unten!

Hier geht es zu Teil6a

Bis zum nächsten Mal.

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