Upgrade der Hälterungsbecken - Filterplattform, Verrohrung & Optimierung für die Sommerhaltung

Letztes Jahr hatte ich über eine Kleinanzeige zwei blaue Palettenboxen günstig bekommen. Jede fasst rund 600 Liter und eignet sich perfekt, um Goldfische in den warmen Sommermonaten draußen zu halten. Für die Filterung entschied ich mich für das Oase Biosmart Set 5000 – ein Komplettpaket mit Teichpumpe, Filter und UVC‑Lampe. Preislich fair und alles dabei, was man braucht.

Der Aufbau funktionierte zwar, aber wirklich schön oder praktisch war das Ganze nicht. Der Filter stand auf zwei umgedrehten Wasserkästen, der mitgelieferte Schlauch war sehr steif, und die Pumpe lag am Ende immer dort, wo der Schlauch sie hingezogen hat. Dieses Jahr wollte ich es sauberer, stabiler und insgesamt „aufgeräumter“ haben. Also habe ich die Becken überarbeitet, eine stabile Filterplattform gebaut und die komplette Verrohrung optimiert.

Viel Spaß beim Lesen.

Upgrade der Filterplattform

Materialwahl und Vorbereitung

Im Baumarkt suchte ich nach einer stabilen und gleichzeitig günstigen Lösung. Zuerst wollte ich eine Leimholzplatte aus Fichte nehmen, aber die Buchenplatte mit denselben Maßen war sogar günstiger. Also fiel die Wahl auf:

  • Leimholz Buche 100 × 40 × 1,8 cm

  • Latte 48 × 24 mm zur Stabilisierung

Zu Hause positionierte ich den Filter auf der Platte, um zu sehen, wo die Rohre später durchgehen müssen. Den Auslauf wollte ich möglichst nah am Rand haben, um eine leichte Kreisströmung im Becken zu erzeugen. Der Einlauf ergab sich dann automatisch.

Ausschnitte für Ein- und Auslauf

  • Auslauf: 56 mm Lochsäge Position: 10 cm von links, 13 cm von unten

  • Einlauf: 38 mm Loch Position: 45,6 cm von links, 7 cm von oben

Anschließend schliff ich die gesamte Platte ab und brachte die Latte als Stabilisierung an. Sie verhindert, dass das Brett verrutscht und der Filter ins Wasser fällt. Die Latte musste auf 94 cm gekürzt werden und wurde verleimt und verschraubt – vorne bündig, links und rechts jeweils 3 cm Abstand zum Rand.

Optimierung der Verrohrung

Rücklaufleitung

Die Rückleitung aus dem letzten Jahr bestand bereits aus HT‑Rohren DN50 und konnte so bleiben.

Einlaufleitung

Hier wurde es etwas aufwendiger. Praktischerweise passte der mitgelieferte Schlauchstutzen perfekt in einen 32 mm PVC‑Bogen 90°. Ob Zufall oder Absicht – mir kam es sehr gelegen.

Ich sägte die kleinere Tülle ab und klebte sie in den 90°‑Bogen.

Anschluss an die UVC‑Lampe

Das Gewinde der UVC‑Lampe hat 1½“. Dafür benötigte ich:

  • Kupplung mit Überwurfmutter × Klebemuffe 32 mm

  • Direkt dahinter ein 90°‑Bogen nach unten

  • Steigrohr auf Maß abgeschnitten und verklebt

Im Becken selbst verklebe ich das Rohr nicht mit der Pumpe, damit ich die Anlage im Winter zerlegen kann. Es kann sich trotzdem nicht lösen, da es nach oben blockiert ist und nach unten der Boden der Pumpe begrenzt.

Feuchteschutz & Lackierung

Nachdem alles montiert war, nahm ich die Teile wieder auseinander und kümmerte mich um den Feuchteschutz. Das Leimholz soll schließlich nicht aufquellen. Ich lackierte alles satt in Schwarz. Nach dem Trocknen stellte ich beide Becken nebeneinander, verband die Rohre wieder mit dem Filter und schraubte die Pumpen an.

Verbesserte Reinigungsfunktion

Letztes Jahr war die Reinigung des Filters ein echtes Ärgernis. Die Reinigungsfunktion des Biosmart ist zwar praktisch – einfach am Bügel ziehen und die Schwämme ausdrücken – aber ohne Ablaufleitung lief das Wasser einfach auf den Boden.

Dieses Mal wollte ich es richtig machen.

Der Filter hat ab Werk nur einen Schraubdeckel. Also investierte ich in:

  • 2 Kugelhähne 32 mm

  • 2 weitere Kupplung mit Überwurfmutter × Klebemuffe (1½“)

Nach der Klebemuffe ließ ich diesmal etwas Abstand, damit man den Kugelhahn bei Bedarf tauschen kann.

Verrohrung der Abläufe

  • Linkes Becken: Leitung hinter dem Filter des rechten Beckens entlang, dann nach unten mit 90°‑Bogen

  • Rechtes Becken: Leitung direkt nach unten

So kann ich jetzt einfach einen Eimer unter das jeweilige Rohr stellen, den Filter spülen und das Wasser zum Gießen nutzen oder entsorgen.

Wer Interesse an dem BioSmart Set 5000  hat, kann es sich hier anschauen:

Befüllen & Testlauf

Jetzt kann ich die Becken befüllen und prüfen, ob alles dicht ist. Später werde ich unter dem Brett noch eine Beleuchtung montieren, damit man die Fische auch abends gut beobachten kann.

Fazit

Das Upgrade der Hälterungsbecken hat sich absolut gelohnt. Die neue Holzplatte sorgt für Stabilität, die Verrohrung ist sauber geführt und die Reinigung funktioniert endlich ohne Überschwemmung. Die gesamte Anlage wirkt jetzt deutlich aufgeräumter und ist im Alltag viel praktischer. Sobald die Becken befüllt sind und alles dicht ist, steht einer entspannten Saison mit klaren Becken und gesunden Goldfischen nichts mehr im Weg. Die geplante Beleuchtung wird das Ganze später noch abrunden.

Bis zum nächsten Mal.

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