Erlebnisbericht: Japanischer Fels- und Wassergarten im egaPark Erfurt

Vor Kurzem habe ich den Japanischen Fels- und Wassergarten im egapark Erfurt besucht – eine kleine Oase fernab des Alltagslärms. Zwischen kunstvoll drapierten Felsen, sanft plätschernden Bachläufen und perfekt geschnittenen Pflanzen spürt man sofort die Harmonie, die auch ein gut gestaltetes Goldfisch- bzw. Koiteich-Projekt ausmacht. Nachfolgend nehme ich euch mit auf meinen Rundgang und zeige euch, wie die klassischen Elemente des japanischen Gartens auch in der Welt der japanischen Goldfische inspirieren können.

Viel Spaß beim Lesen.

Steintreppe mit rotem japanischen Tor

Die massiven Steinstufen führen hinauf zu einem leuchtend roten Torii, das den Übergang zwischen Alltagswelt und heiligem Garten markiert. Für unsere Goldfischteiche kann ein solches Tor als dekorative Kulisse dienen – stilvoll hinter einem Wasserfall platziert, erzeugt es einen starken Farbkontrast zu den Orange- und Rottönen der Fische.

Torii (japanisch 鳥居)

Ein Torii (japanisch 鳥居) ist das charakteristische Eingangstor vor Shintō-Schreinen in Japan. Es markiert die Schwelle zwischen der profanen Welt und dem heiligen Bereich des Schreins.

Typisch besteht ein Torii aus zwei senkrechten Pfosten (hashira) und zwei waagerechten Querbalken, dem oberen (kasagi) und dem unteren (nuki). Oft sind sie aus Holz oder Stein, häufig in leuchtendem Zinnoberrot lackiert – eine Farbe, der man reinigende und abwehrende Kräfte zuschreibt.

Das Durchschreiten eines Torii symbolisiert den Übergang in einen spirituellen Raum und lädt zur inneren Einkehr und Respekt vor den Kami (Gottheiten) ein.

Japanische Steinlaterne

Dieses tsukubai-ähnliche Arrangement mit Laterne lädt zum Verweilen ein. Die Laterne wirft im Abendlicht sanfte Schatten ins Kiesufer eines Teiches. Plant man im Teichbereich eine subtil beleuchtete Ecke, sorgen LED-Lampen, die das Design der Steinlaterne aufgreifen, für stimmungsvolles Lichtspiel, das die Schuppen eurer Goldfische zum Schillern bringt.

Steinlaterne am Wasser mit Steinbrücke

Hier korrespondiert die Laterne mit einer kleinen Steinbrücke, unter der sich das Wasser in einer flachen Bucht sammelt. In einem Goldfisch-Becken könnten Zierbrücken aus Naturstein oder Holz eingesetzt werden, um Laichzonen zu schaffen, in denen die Fische sicher ablaichen und die Jungfische geschützten Unterschlupf finden.

Kleine Treppe an der rechten Seite, Azaleen

Am Wegesrand wachsen Azaleen, ihre Blütenstände sind in Form geschnitten. Die kleine Treppe dient als Übergang zwischen zwei Pflanz­niveaus. Azaleen am Teichrand eignen sich hervorragend als Sichtschutz – ihre Wurzeln stabilisieren den Boden, und zugleich bieten sie den Goldfischen im flachen Flachwasserbereich Schatten und Verstecke.

Azaleen und Kiefern im japanischen Schnitt

Die sorgfältig geschnittenen Azaleen offenbaren ihre Knospen just vor dem großen Blütenrausch. Im Hintergrund erheben sich majestätisch Kiefern in ihrem typischen Terrassenschnitt, die dem Ensemble zusätzliche Tiefe und klare Struktur verleihen. Für aquaristische Außenanlagen empfiehlt sich eine ähnliche Formgebung: Busch- und Strauchtypen, die nicht zu nah am Teich stehen, um Laubfall zu minimieren, aber dennoch den eleganten Schnittwinkel des japanischen Gartens aufgreifen.

Roter Ahorn am Rand einer Steintreppe, im Hintergrund ein rotes japanisches Tor

Der leuchtende Ahorn bildet einen starken Farbakzent und rahmt das Tor perfekt ein. Ein Ahorn nahe am Teichufer sorgt im Herbst für spektakuläre Farbwelten über dem Wasser – die Reflexionen im Teich können geradezu magisch wirken, wenn deine Goldfische zwischen rot-goldenen Blättern umherschwimmen.

Brücke zu den japanischen Goldfischen

Der Japanische Fels- und Wassergarten im egapark Erfurt zeigt eindrucksvoll, wie Stein, Wasser und Pflanze zu einer harmonischen Einheit verschmelzen. Genauso verhält es sich beim Anlegen eines Koiteichs oder Goldfischbeckens: Das Zusammenspiel von Architektur (Brücken, Laternen, Tore), Vegetation (Azaleen, Ahorn) und Wasserbewegung bestimmt nicht nur die Ästhetik, sondern auch das Wohlbefinden der Fische.

Ich hoffe, meine Eindrücke und Fotos regen dich dazu an, Elemente aus dem japanischen Gartenbau in eure Goldfisch-Projekte zu integrieren. Lasst mich in den Kommentaren wissen, welche Ideen dich am meisten inspirieren – oder teile deine eigenen Bilder von Garten und Teich!

Viel Freude beim Nachgestalten und Entdecken der Stille im Großstadtgetümmel.

Bis zum nächsten Mal.

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