DIY Filterpatronen für den Teich - Anleitung & Tipps

Du brauchst einen zuverlässigen Patronenfilter oder Ansaugschutz für deine Fischbrut, doch die Geschäfte sind bereits geschlossen? Mit dieser DIY-Anleitung baust du in wenigen Schritten aus deiner vorhandenen Filterpatrone und einem Siebrohr sowie zwei selbst entworfenen 3D-Druckteilen eine passgenaue Schutzvorrichtung für die Innenhälterung oder einen Patronenfilter. Die STL Dateien für den Druck, stelle ich dir im Block bereit.

Weitere DIY-Projekte findest du hier: DIY

Viel Spaß beim Lesen.

Hier findest du die Filterpatrone, die ich verwende.

Das Problem

Was tun, wenn es Samstagabend ist, die Geschäfte schon geschlossen haben und du dringend einen Ansaugschutz für deine Fischbrut brauchst? Ganz klar: selber machen!

Ausgangslage

  • Auf Lager:

  • Fehlend:

    • Abdeckkappe für das Siebrohr

    • Adapter zur Verbindung der Filterpatrone mit der 40 mm-Verrohrung der Innenhälterung

Mein Plan

  1. In FreeCAD eine Abdeckkappe mit

    • Außendurchmesser 40 mm

    • Innendurchmesser 34 mm

    • Wand- und Bodenstärke 3 mm

    • Gesamthöhe 23 mm

  2. Einen Adapter konisch gestalten, um das 32 mm Siebrohr in die 40 mm PVC-U Muffe einzuführen, inklusive 90 mm Auflageteller und 4 mm Stärke, 26 mm Höhe.

  3. Beide Bauteile als STL exportieren und direkt auf dem heimischen 3D-Drucker drucken.

Konstruktion in FreeCAD

Für ein spezielles Anwendungsgebiet in der Innenhälterung habe ich in FreeCAD eine Abdeckkappe konstruiert, die auf das Siebrohr innerhalb einer Filterpatrone passt. Die Hauptfunktion: Das Wasser soll den Weg durch die Patrone nehmen und Schutz der Goldfischbrut und Jungtiere, damit diese nicht versehentlich durch den Filter eingesaugt werden.

Technische Details:

  • Außendurchmesser: 40 mm

  • Innendurchmesser: 34 mm

  • Wandstärke: 3 mm

  • Bodenstärke: 3 mm

  • Einschubtiefe: 20 mm

  • Gesamthöhe: 23 mm

Die stabile Konstruktion mit 3 mm Wand- und Bodenstärke sorgt für ausreichend Festigkeit und einen sicheren Sitz auf dem Siebrohr. Warum 40 mm? Ganz einfach: Meine Innenhälterung ist komplett mit DN40 verrohrt.

Als praktisches Zubehör zur zuvor konstruierten Abdeckkappe habe ich einen Adapter designt, der das 32 mm Siebrohr sicher in eine 40 mm PVC-U Muffe integriert. Um die Filterpatrone stabil zu lagern und ein Verrutschen zu verhindern, wurde der Adapter zusätzlich mit einem Auflageteller versehen.

Technische Spezifikationen:

  • Durchmesser Siebrohraufnahme: 35 mm

  • Außendurchmesser Auflageteller: 90 mm

  • Stärke des Tellers: 4 mm

  • Adapterhöhe gesamt: 26 mm

  • Adapterform (konisch):

    • Oben: 39 mm Außendurchmesser

    • Unten: 41 mm Außendurchmesser

Dank der konischen Form lässt sich der Adapter spielend leicht in die Muffe einschieben und sitzt dabei stets sicher – unabhängig von leichten Maßabweichungen durch den 3D-Druck.

Konstruktive Vorteile:

  • Sicherer Sitz: Die 4 mm dicke Tellerfläche verhindert, dass die Filterpatrone sich ungewollt verschiebt oder verkantet.

  • Maßtoleranzfreundlich: Die Konizität gewährleistet eine zuverlässige Passung selbst bei leichten Ungenauigkeiten im Druck.

  • Modulares System: Zusammen mit der Abdeckkappe entsteht ein effektives Schutzsystem für Jungfische im Becken.

3d-Drucker einrichten

Jetzt wird die Datei ausgedruckt. Ich verwende hierzu ein blaues oder schwarzes PLA Filament. Insgesamt werden zirka 62g bzw. 20,94m Filament benötigt. Bei einer Druckgeschwindigkeit von 50mm/s kommen wir auf 7 Stundenund 28 Minuten Druckzeit. Hier die wichtigsten Druckeinstellungen:

  • Schichtdicke: 0,2mm
  • Wanddicke: 1,2mm
  • Anzahl der Wandlinien: 3
  • Fülldichte: 100%
  • Füllmuster: Gitter
  • Drucktemperatur: 200°C
  • Temperatur Druckplatte: 60°C
  • Druckgeschwindigkeit: 50mm/s
  • Stützstrukturen generieren: Nein
  • Platzierung der Stützstruktur: Druckbett berührend
  • Winkel für Überhänge Stützstruktur: 50°

Download der STL Datei zum Drucken hier: 3d-Druck-Filterpatrone

DIY Patronenfilter der Zusammenbau

Nach dem erfolgreichen 3D-Druck der Abdeckkappe und des Adapters wird das Siebrohr auf eine Gesamtlänge von 267 mm gekürzt (250 mm Filterpatrone + 20 mm Einschubadapter – 3 mm Abdeckkappe), damit es perfekt in die Innenhälterung passt. Für einen sauberen, präzisen Schnitt verwende ich:

  • eine Metallsäge für das Siebrohr

  • ein scharfes Küchenmesser für die Filterpatrone (es gleitet sauber durch das Kunststoffmaterial und sorgt für eine glatte Schnittkante)

Ablauf

  1. Kürzen des Siebrohres: Siebrohr bei 267mm markieren und mit einer feinen Metallsäge gerade abtrennen

  2. Montage-Check: Auf das bereits gekürzte Siebrohr Abdeckkappe und Auflageteller stecken und die Passform  prüfen

  3. Kürzen der Filterpatrone mit Maßhilf: Den montierten Siebrohr-Block an die Patrone halten, bis der Auflageteller aufliegt. Das Ende der Abdeckkappe markiert die 250 mm-Schnittkante. Mit einem scharfen Küchenmesser am Teller entlang schneiden und die Patrone sauber kürzen

Zum Schluss wird die komplette Konstruktion einfach in die Filterpatrone geschoben. So entsteht eine einsatzbereite Patrone für deinen Patronenfilter bzw. – in meinem Fall – ein sicherer Ansaugschutz in der Innenhälterung.

  • Die Abdeckkappe sitzt fest auf dem Siebrohr und verschließt zuverlässig das Ende.

  • Der Adapter mit Auflageteller sorgt für eine stabile Lage in der Muffe.

  • Die nun eingesteckte Einheit verhindert wirkungsvoll, dass Fischbrut oder Jungfische von der Pumpe eingesaugt werden.

Fertig ist dein maßgeschneidertes Schutzsystem – einfach, effektiv und passgenau für deine Innenhälterung!

Viel Spaß beim Ausdrucken.

Bis zum nächsten Mal.

*Hinweis: Einige Links auf dieser Seite sind Affiliate‑Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – ohne zusätzliche Kosten für dich.

Wie fandest du diesen Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 3

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Es tut mir leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Wie kann ich diesen Beitrag verbessern?

Teile diesen Beitrag

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen